5 Jahre UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

5 Jahre UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer Auf Safari gehen zu Austernfischern, Kegelrobben und Schweinswalen, zu spannenden Seetierfangfahrten aufbrechen oder bei einer Salzwiesen-, Strand- und Dünenexkursionen dabei sein – der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer überrascht: Mit dem Rhythmus von Ebbe und Flut, einer unglaublichen Vielfalt an spezialisierten Pflanzen und Tieren und einer einmaligen Naturlandschaft. Es ist mit 4.410 Quadratkilometern die größte zwischen Sizilien und dem Nordkap, wurde 2009 von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes der Menschheit aufgenommen und ist seitdem gleichauf in einer Liga wie das legendäre australische Great Barrier Reef oder der amerikanische Grand Canyon. Wie entstehen Ebbe und Flut? Was hat der Mond mit den Gezeiten zu tun und welche skurrilen Bewohner bringt der Meeresgrund zutage? Was sich auf den ersten Blick als grau-brauner Boden präsentiert, ist in Wahrheit ein Tummelplatz verschiedenster Lebewesen. Einblicke in diese faszinierend bunte Welt bekommen Wanderer, die auf dem Meeresboden der Nordsee Schleswig-Holstein spazieren gehen, den geriffelten Wattboden unter den Füßen, absolute Stille genießend, nur unterbrochen durch Vogelgesang. Der Rhythmus der Gezeiten hat einen außergewöhnlichen Naturraum, der einer seltenen Vielfalt von mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bietet. Wer den Geheimnissen des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer im Urlaub auf den Grund gehen möchte, sollte sich einem erfahrenen Wattführer anschließen. Ein besonders Erlebnis ist dabei die Wanderung von einer Insel zur anderen oder vom Festland zu einer Hallig – barfuß natürlich. „Safari auf nordfriesisch“ Die Schutzstationen an der Wattenmeer-Küste von Schleswig-Holstein bieten ganzjährig ein breites Spektrum an Wattwanderungen, Vogelführungen, Salzwiesen-, Strand- und Dünenexkursionen sowie Seetierfangfahrten an. (www.schutzstation-wattenmeer.de) „Safari auf nordfriesisch“ heißen die spannenden Abenteuer an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, bei denen die Urlauber auf unterhaltsame Weise die „Big Five“, „Small Five“ und „Flying Five“ entdecken. Angereichert sind die Touren mit Anekdoten zu Land und Leuten und kurzweiligen Seefahrer-Geschichten. Was Löwe, Elefant, Nashorn, Leopard und Büffel für die Serengeti, sind Seehund, Schweinswal, Kegelrobbe, Seeadler und Stör für Nordfriesland. Die „Big Five“-Exkursion führt die Besucher ganz nah an die großen Stars der Wattenmeer-Bewohner heran. Wie gehen Schweinswale auf die Jagd und wie können Seehunde im Dunklen ihre Nahrung finden? Auf diese und viele weitere Fragen gibt’s auf der professionell geführten Tour eine Antwort. Zehn bis zwölf Millionen Zugvögel nutzen die nahrungsreichen Salzwiesen, weiten Wattflächen und Dünengebiete als Rastplatz auf ihrer Durchreise von Sibirien, Skandinavien oder Kanada zu ihren Überwinterungsplätzen. Warum mausern alle Brandgänse Europas im Wattenmeer oder wie kann eine Möwe eigentlich geschlossene Muscheln verdauen? Diese Fragen beantworten Nationalparkbetreuer, -Wattführer und -Ranger ihren Gästen in kleinen Gruppen während der „Flying Five“ Exkursion. Auf der Tour zu Austernfischern, Silbermöwen, Brandgänsen, Alpenstrandläufern und Ringelgänsen werden den Teilnehmern zudem spektakuläre Flugmanöver und eindrucksvolle Trillerzeremonien geboten. Exkursionen zu Strandkrabbe, Wattwurm und Co Bei der „Small Five“ Exkursion kommen die kleinsten Lebewesen des Wattenmeeres ganz groß heraus. Die Gäste nehmen Strandkrabbe, Wattwurm, Herzmuschel, Nordseegarnele und Wattschnecke genau unter die Lupe und erfahren alles über deren geschickte Anpassungsstrategien. Bei jedem Wetter ein Erlebnis: das Multimar Wattforum in Tönnig Bei den Tierfütterungen in den Großaquarien und einem gläserner Kriechtunnel können Besucher des Multimar Wattforums in Tönning das Verhalten von Seesternen, Krebsen und Seeigeln aus neuen Perspektiven entdecken. Das größte Informationszentrum des Nationalparks lädt ein, genau hinzusehen und zu erforschen. Ein neues Schwallbecken simuliert die tosende Meeresbrandung, im Gezeitenbecken lassen sich die Meeresbewohner bei Ebbe und Flut genau beobachten. (www.multimar-wattforum.de)

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