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TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES |
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ist es denn echt schon 15 jahre her, als vier kleine schildkröten-babys mit einer giftgrünen flüssigkeit in kontakt kamen, mutierten und durch eine ebenfalls verwandelte ratte zu sprechenden ninja-kämpfern ausgebildet wurden? unglaublich! jetzt sind sie wieder aus den kanälen von new york aufgetaucht – mitsamt kinofilm und dazugehörigem spiel. beides beweist, dass die vier brüder immer noch gut drauf sind. so gut, dass es zumindest dem spiel manchmal zum verhängnis wird. wer den film gesehen hat, kennt die geschichte: die glorreiche zeit der turtles sind vorbei. sie gehen ihre eigenen wege und sind keine verschworene gemeinschaft mehr. leonardo ist in zentral-amerika, um seine fähigkeiten als anführer zu verbessern. donatello verdient sein geld mit einer hotline für it-fragen, michelangelo verkleidet sich als lustiger turtle, um bei kindergeburtstagen auftreten zu können. nur rafael bekämpft weiter das böse. in einer verkleidung spielt er den nightwatcher, der wie ein superheld nachts verbrecher jagt. die ersten levels spiegeln diese teilung wieder. jeder einzelne charakter wird mit seinen fährigkeiten und waffenskills eingeführt. mit der einführung der schildkröten wird auch die story vorangetrieben. nach und nach wird klar, dass ein mächtiger milliardär ganz fiese pläne schmiedet, um ein portal zu einer parallelwelt zu öffnen. er hat vier mächtige verbündete, die ihrerseits 13 monster fangen müssen, damit das portal geöffnet werden kann. da die turtles es sowohl mit den oberfieslingen, als auch mit den gejagten kreaturen aufnehmen muss, wird allen schnell klar, dass sie brüder nur eine chance gegen sie alle haben, wenn sie sich wieder zusammenraufen. eigentlich ist das setting wie gemacht für ein multiplayer-spiel. trotzdem kann nur einer zocken. und wer immer hinter dem gamepad sitzt, muss und kann ordentlich gas geben. in dem spiel geht es weniger ums vermöbeln von banditen, als um grandiose akrobatik, mit der sich die figuren in rasanter geschwindigkeit durch die levels bewegen. klar muss man unterwegs mitglieder der altbekannten foot-gang oder andere fieslinge schlafen schicken, dennoch ist das hauptaugenmerk auf die sprünge, klettereinlagen und läufe entlang der wände gelegt. kein wunder, denn die macher der „prince of persia“-reihe haben ihre finger im spiel gehabt. dementsprechend läuft auch das game ab. es ist schon fast schwindel erregend, wie die grünen viecher über dächer, durch abflussrohre und zwischen mauern die verschiedenen passagen springend, laufend oder kletternd meistern. die grafik verkraftet das – soll heißen: man sieht nichts aufpoppen oder wird durch bugs aufgehalten. je stylischer rumgehopst wird, desto mehr zuspruch bekommt man von den brüdern in den team-levels und sie schließen sich einem an. im weiteren verlauf kann der spieler dann zwischen den aktivierten geschwistern wechseln. sehr praktisch, wenn’s gerade übel auf den panzer gab oder in eine giftige masse gefallen ist und lebensenergie hopps gegangen ist. komisch nur, dass die (im besten fall) drei anderen bis zum wechsel auf den anderen charakter nicht zu sehen sind. mit dem button verwandelt man sich quasi. hätte man besser lösen können. wenn wir schon beim negativen sind: der hauptkritikpunkt liegt auf jeden fall an der kameraführung. so schnell das spiel ist, so tranig kommt die kamera hinter den bewegungen her. wenn sich der turtle wirklich cool um die ecken bewegt, muss der blickwinkel sich erst einmal nachjustieren oder geht erst gar nicht in eine brauchbare ansicht, was immer wieder aufhält und nervt. und das, obwohl es echt auf speed ankommt. zusammen mit dem kampfverhalten, dem teamplay (die helfenden brüder nicht wieder durch schlechte moves verlieren) und die auf dem weg gesammelten coins trägt eine gute geschwindigkeit zu einer guten gesamtwertung der levelbewätigung bei. wer sich achtbar schlägt, bekommt goldene schildkrötenpanzer, mit denen extras wie filmausschnitte oder konzeptzeichnungen gekauft werden können. ist das level überdurchschnittlich gut in allen 4 disziplinen abgeschlossen worden, wird eine herausforderung freigeschaltet. die sehr auf tron gemachten zusatzebenen müssen möglichst schnell bewältigt werden, denn es winken neue goldene panzer. als extras hätte sich die macher auch zusätzliche moves einfallen lassen können. das kämpfen ist zuweil öde, weil sie immer nach dem gleichen muster ablaufen: turtle läuft in einen etwas größeren platz, böse buben kommen um die ecke, turtle kämpft. die 4 haben ihre eigen waffen und bewegungen, mit denen man schnell reinen tisch machen kann. hält man den angriffsknopf länger gedückt, läd sich der kämpfer auf und er geht mit highspeed auf alle feinde los, die gerade auf dem bildschirm zu sehen sind. 2 angriffe dieser art und die meute ist erledigt. alternativ kann man natürlich auch mit button-mashing auf den prügel- oder kick-knopf den gangs den garaus machen. und blocken geht auch – braucht nur kein mensch. oder man ruft mit einem langen druck auf den team-knopf einen bruder zu hilfe, und macht mit einer teamcombo radau. wer genug böse ins nirvana geschickt hat, kann einen supercombo aktivieren, der die zeit verlangsamt und für eine weile jeden gegner mit nur einem schlag besiegen lässt. schon nett, aber eben immer dasselbe. das problem ist, dass viele turtle-fans über 25 jahre sind und sich das spiel unter umständen nur geholt haben, um alte zeiten hochleben zu lassen. für die werden die sich oft wiederholenden szenarien keine übermächtige herausforderung darstellen. die specialmoves der vier, die neben ihren verschieden techniken unter anderem – je nach eingesetztem turtle – ein stück weit fliegen, weiter springen, druch gitter gehen oder steile wände hochklettern können, ändern daran auch nichts, weil man einfach die fährigkeit einsetzt, die man braucht. tmnt ist wahrscheinlich eher für jüngere gedacht, was den leichten schwierigkeitsgrad erklärt. das alles wäre zu verzeihen, wenn nicht diese üble kamera wäre. echt ärgerlich. trotzdem: in den passagen, durch die man quasi richtig geil durchhuscht, und die kamera zudem gut platziert ist, macht das schon richtig bock und die post geht gut ab. dann kommt der ehrgeiz raus und man probierts wieder und wieder, um noch ein bisschen schneller zu sein und die zusatzlevels mit der bestnote abzuschließen.
alle infos unter http://tmntgame.us.ubi.com/ |
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