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TONY HAWK: SHRED |
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Am Controller nur auf die Knöpfe einkloppen war mal. Steuerung mittels Körperbewegung heißt der neueste Clou und liegt voll im Trend. Auch "Tony Hawk: Shred" nutzt diese neue Technik - zum Spiel mitgeliefert wird ein Plastik-Skatebaord mit integrierten Bewegungssensoren. Nachdem der direkt Vorgänger „Tony Hawk: Ride“ irgendwie gefloppt ist und auch irgendwie gar nicht gut ankam, will es Activision wieder wissen. Sie scheinen vom Konzept der Brett-Imitation überzeugt zu sein. Warum auch nicht? Es ist definitiv eine tolle Idee, die den Zeitgeist triff. Damit das Wunderding die Bewegungen des Spielers erkennt und richtig interpretiert, muss das Skateboard/Snowboard vor dem ersten Einsatz ausgiebig kalibriert werden. Dazu muss der Spieler auf den Skateboard-Controller steigen und die vor ihm, auf den Bildschirm projizierten Kommandos befolgen - stets unter den wachsamen Augen und der Anleitung von Skateboard-Legende Tony Hawk. Auf diese Weise wird zumindest die Wartezeit, die das Synchronisieren mit sich bringt, angenehm überbrückt. In weiterer Folge wird die gewünschte Haltung eingestellt (Regular oder Goofy), Tale und Nose müssen gekippt und die Sensoren verdeckt werden. Keine Sorge: Die Board-Kalibrierung muss nur einmal durchgeführt werden. Bereits kurze Zeit später können schon waghalsige Sprünge, diffizile Grabs, spektakuläre Tricks und Grinds hingelegt werden - jedenfalls in der Theorie, denn "Shred" ist wie sein Vorgänger "Ride" alles andere als ein Kinderspiel und erfordert vollen Körpereinsatz. Komplexere Tricks und Sprünge sind nur mit entsprechender Übung möglich. Und es ist nicht untertrieben zu sagen: Schon nach 5 Minuten rennen die ersten Schweißtropfen von der Stirn, weil die Bewegungen mir und auf der Peripherie ganz schön anstrengt. Balance-Board? Was ist das? Grafisch schlittert "Shred" im Cel-Shading-Look zwischen den Schnee bedeckten Pisten von den französischen Alpen bis nach Peking und auf diversen Tracks von New Orleans bis, sagen wir, sehr große Skatehallen. Das ist etwas ungewohnt, aber nicht störend. Es könnte nur ein wenig mehr los sein bei den Runs. Zu sehen gibt es nicht viel in den häufig schlauchartigen Levels. Immer wieder ist es möglich, auf eine andere der drei Spuren zuwechseln. Aber auf ihnen fahrt ihr wie auf Gleisen. Alternative Routen oder Strecken, die auf eigene Faust erkundet werden können, fehlen oft – aber nicht immer! Es sind durchaus Alternativ-Routen verfügbar. Man muss nur wissen, an welcher Stelle sie kommen und auf welchen der Spuren man sein muss, damit die richtige Ausfahrt auch erwischt wird. Dass es kein wirklich freies Fahren gibt, ist eben der Steuerung geschuldet, denn ein Kippen auf eine Seite wird eben nicht als einfaches Links- oder Rechtsfahren gewertet, es sind schon Tricks. Das ist schade, steigert aber die Action.
"Tony Hawk: Shred" ist echt abgefahren. Nach einer Stunde auf dem Brett seid ihr total durch. Dass auf der Strecke nicht viel zu sehen ist, fällt nicht sonderlich ins Gewicht, denn beim Tricksen hat man keine Augen dafür. Die Route selbst ist aber nicht so beschränkt, wie es im ersten Moment erscheinen mag. Amüsant ist das Tutorial vom Meister höchstpersönlich und die Kommentare der Pros zu den Durchgängen. Und auch im Party-Modus kommt der Spaß nicht zu kurz. Allerdings ist da dann eher Schadenfreude angesagt. Das Verletzungsrisiko ist ebenso hoch wie bei einer echten Fahrt. Kleiner Scherz. Aber ganz ohne ist der Balance-Akt auf dem Brett nicht. Die Atmosphäre stimmt jedenfalls und der wie immer bombastische Soundtrack bei Hawk-Games peitscht einen gut an. Die vielen freispielbaren Extras tun ihr Übriges, um über lange Zeit zu motivieren. Zumindest solange man gesund bleibt. Cooles Spiel mit cooler Steuerung, beides könnte aber noch verbessert werden.
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