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RTL WINTER SPORTS 2009 |
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auf geht’s zum wintersport! also wachst die bretter, schleift die kufen, helm auf und .... moment ... was schreib ich da? ... wir leben im zeitalter der wii ... noch mal: auf geht’s zum wintersport! also checkt die remote-batterien, schließt den nunchuk an und kalibriert vor allem euer balance board. ihr werdet feststellen, dass weder ein dauerhafter aufenthalt in einseskälte, noch trainingseinheiten im thermoanzug nötig sind, um sich mit und beim sporteln im schnee einen muskelkater zu holen - nintendos peripherien reichen. es kommt schon olympia-stimmung auf, wenn man sich das intro ansieht. die obligatorischen flüge über die kampfstätten enden in einer eishalle, in der länderfahnen flattern und das logo des spiels recht stylisch präsentiert wird. außerdem begegnet euch hier das maskottchen, ein mannshoher pinguin, zum ersten, aber nicht zum letzten mal. nach einem kurzen ladebildschirm geht es schon in das erste auswahlmenü. ihr könnt euch entscheiden, ob ihr alleine eine karriere bzw. eine kampagne angehen wollt, oder doch lieber in einzelnen diziplinen solo oder gegen andere antreten wollt. die karriere besteht aus fünf festgelegten aufgabenfeldern innerhalb eines. diese werden nach und nach freigespielt. erfolgreich in einem sogenannten cup zu sein bring erfahrungspunkte ein. die leveln die fähigkeiten in den diziplinen auf, auch wenn es eine weile dauert, bis eine verbesserung spürbar wird. die kampagne führt euch dagegen zu jeweils einzelne sportarten, in denen aufgaben (oft time trails oder bestimmte tricks) bewältigt werden müssen. das schaltet dann wieder neue der insgesamt stattlichen anzahl von 42 missionen und alte spielstätten der vorgänger frei. für zwischendurch und um in der gruppe spaß zu haben steht der einzelwettkampf-modus zur auswahl. drücken wir uns in diesen modus rein, finden wir eine fortsetzung des schön animierten menüs. da werden die 10 disziplinen angezeigt. ski, schanzensprung, eisschnelllauf, curling, snowboarden, biathlon, bob, skeleton, rodeln und eistanz sind von den entwicklern eingebaut worden. aus den winteraktivitäten haben sie 18 spielarten gemacht. zum beispiel ist das skifahren in abfahrt und super-g, das skispringen ist von einer kleiner und einer großen schanze möglich, im bob fahrt ihr zu zweit oder zu viert. da sich alles, was sich im eiskanal abspielt, ohnehin recht ähnlich ist, ist zumindest die nochmalige aufteilung der bob-disziplinen eher unnötig. aber fassen wir die körperliche ertüchtigungen – und das dürft ihr ruhig wörtlich nehmen - sinnvoll zusammen. die brettl-abfahrten sind gut 2 minuten lang. nach dem startpieps macht ihr stoßbewegungen mit nunchuk und wiimote, um geschwindigkeit aufzubauen. auf der strecke werden sich die älteren vorkommen, als würde sie telegym sehen und mitmachen: gehockt und mit entsprechender gewichtsverlagerung geht es den berg hinunter. in der anleitung, die ihr euch zumindest die ersten paar mal vor jedem sport antun solltet, steht zwar, dass das kippen der fernbedienungen zu lenkbewegungen führt. richtig viel bringen tut das aber nicht. da kantet man schon besser, indem ihr die kurve auf einem bein anfahrt. mit dem snowboard geht es in die halfpipe. das balance board müsst ihr vorher um 90 grad drehen. belastung nach vorne bedeutet speed, nach hinten bremsen. so kommt echtes board-feeling auf, obwohl die steuerung hier nicht immer präzise ist. ihr fahrt die wände der pipe an, die gelb gefärbt werden, wenn ihr ein trick starten könnt. in dem moment müsst ihr wiimote und nunchuk hochreißen. stimmt das timing, verlangsamt sich alles. ihr könnt nun tricks machen, indem ihr die am bildschirm gezeigten bewegungen mit den fernbedieungen nachmacht. tricky, dennoch machbar. dazu ist es möglich, bei zu spätem/zu frühen absprung noch selbst ein bisschen zu manövieren und leichte manöver mit tail- und nosegraps zu machen. in der eisbahn wird zunächst mit der wiimote angekurbelt, damit der start mit viel power von statten geht. und dann? ja, dann muss wieder mit der balance board gesteuert werden. das bringts am meisten (und macht am meisten fun), wenn ihr euch der disziplin entsprechend auf das plasikbrett sitzt oder legt, weil die lenkung extrem auf die körperbewegungen anspricht. und mit dem hintern oder dem bauch ist das viel besser kontrollierbar. sehr cool. eigentümlicherweise steht das in der anleitung gar nicht. unpräziser wird die balance-steuerung wieder beim skiflug. manchmal, so scheint es, ist es einfach glücksache, dass man den richtigen absprungmoment erwischt. im flug selbst klappt das alles wieder besser. das erinnert an das springen von „wii sports“, nur mit nicht-comichafter grafik. so was wie eisschnelllaufen hat der balance-board-dreingabetitel nicht. hier gilt es, nach dem startsignal auf dem plastik-brett zu tippeln, damit geschwindigkeit aufgebaut wird, und danach in gleichmäßiges schaukeln überzugehen, damit die geschwindigkeit gehalten wird. in den kurven müsst ihr das schauklen freilich intensivieren. wie stark und schnell das gewichtwechseln abzulaufen hat, gibt euch eine blaue leiste vor, nach der ihr euch richten solltet. nicht einfach, jedoch trainierbar. eine gute augen-hand-fuss-koordination verlangt das eiskunstlaufen. während im hintergrund eine fesche dame ihre runden dreht, erscheinen vorne pfeile und kreise, die wie bei musikspielen im richtigen moment umgesetzt werden müssen. die pfeile zeigen, welcher teil des boards belastet werden soll, die kreise, welche bewegungen mit den fernbedienungen zu machen sind. sprünge sind in erster line das härteste dabei, da ihr die von einem pfeil angegebenen schwerpunkt so lange halten müsst, bis eure ballerina wieder landet. das erfordert übung. aber so ist das im sport. ebenso kontrollieren müsst ihr euren körper beim biathlon. das anschieben in der leupe mit nunchuk und wiimote wird von der richtungseistellung via board begleitet. am schießstand kommt dann die wiimote allein zum zuge und mit ausgestecktem arm wird auf die kleinen zielen gehalten. das ist nicht zuletzt schon deshalb prima umgesetzt, da sich euer fadenkreuz im legenschießen langsamer bewegt als im stehenden anschlag. und wenn ihr auf der strecke überpaced habt, wird das gewackel stärker. schade nur, dass es immer nur ein stehen- und ein liegenschießen gibt, wo doch in der realität bei längeren rennen je 2x2 fahrten zum gewehreinsatz normal sind. aber geschenkt. schließlich gibt es ja noch „rtl biathlon 2009“ als standalone zu kaufen. zu guter letzt noch curling, die technisch wohl anspruchsvollste disziplin. es erinnert an bowling, wenn ihr die richtung, denn drall und die stärke des wurfs justiert. es geht jedoch langsamer vor statten, da das ganze viel präzision und daher viel training erfordert. wenn euer wurf zu langsam war, könnt ihr eure figuren durch vor- und zurückbewegungen mit der wiimote zum schrubben bringen und noch ein paar (centi-)meter rausholen. als besonders praktisch erweist sich die zeitraffer-funktion, die über einen gehaltenen knopf aktiviert wird. ihr müsst nicht 20 sekunden waren, bis die fordernde ki anwirft und ihr (oder euer) stein zum stoppen kommt. die grafik ist zuweilen eher spartanisch. nicht viel leben, simple texturen als publikum, etwas kühl (haha). das was da ist, kann sich, bis auf manche charakter-bewegungen und die praktisch nicht vorhandenen gestiken der akteure, jedoch sehen lassen. gut, auf der wii erwartet man keine wunder, aber im rahmen der möglichkeiten sehen etwa die sky-box und die wälder bei wettbewerben unter freiem himmel oder die eissporthalle schon nett aus. man ist eben oft allein unterwegs und deswegen wird sonst nicht viel an der seite der rennstrecke oder der bobbahn gezeigt. an der halfpipe oder beim curling hätte man sich entusiastischere zuschauer gewünscht. zumindest begleiten euch zwei kommentartoren, deren sprüche zwischen naja und echt gut mit ungeglaubter selbstironie pendeln. der sound klingt manchmal blechern, im allgemeinen aber ordentlich. die musik im hintergrund will pathos vermitteln, richtet beachtet wird sie aber schnell nicht mehr. muss auch nicht sein. in sachen mehrspieler wäre vielleicht mehr möglich gewesen. klar eignet sich der titel hervorragend als party-spiel, bei dem bis zu 4 leute oder teams teilnehmen. aber die sind immer nut hintereinander dran. der rest muss warten. manche disziplinen können im splitscreen gezogt werden, aber natürlich nur, wenn das balance board nicht benötigt oder nicht angeschlossen ist. ein online-multiplayer wurde nicht integriert. also kein zeitenvergleich mit dem typen in osaka oder eisstockschießen gegen das mädel in dallas. übrigens schade, dass die wii nicht mehr balance-board-inputs verarbeiten kann. stellt euch vor, ihr legt 4 boards hintereinander und geht in die bob-bahn. aber das kommt in naher zukunft hoffentlich noch. ich habe „rtl winter sports 2009“ mit der wii und dem balance board getestet. und genau mit dieser ausrüstung sollte man es meine meinung nach spielen, denn so kommt am meisten leben rein. auch in eure muskeln. klar geht es mit den herkömmlichen controllern ebenfalls, die die steuerung per körperverlagerung durch handbewegungsumsetzungen ersetzt. den po in die action einzubauen ist dann jedoch um einiges cooler. dann noch ein paar gesellige menschen um euch rum, und schon mutiert zu einem astreinen party-game. es läuft nicht immer alles präzise ab, es könnte in den wettkämpfen etwas lebhafter sein und beim multiplayer könnte man noch mehr machen. trotzdem hat es sehr hohen unterhaltungswert. darauf kommt es letztendlich an. höchstens diejenigen unter euch, die den vorgänger schon haben, sollten überlegen, ob sich die anschaffung wegen 2 neuer (wenngleich gelungener) disziplinen unter den nagel reißen wollen. aber wenn ihr den nicht habt oder (inzwischen) ein balance board euer eigen nennen dürft, ist das wintersport-spiel ein lohnenswerter spaß. und das wird es sicher im sommer immer noch sein. die seite zum spiel: www.rtlgames.de |
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