![]() |
![]() |
PROFESSOR BRAINMANIAC |
die aufmerksamen leser unter euch (also alle!) werden sich wundern, dass so ein titel nicht im trendcheck wie „dr. kawasch...irgendwas“ oder bei unseren kleinen edutainment-special erscheint. das hat einen guten grund: streng genommen ist das produkt von koch media, obwohl es die benennung vielleicht vermuten lässt, nämlich eben nicht ein der gerade so trendigen mit-spaß-was-lernen-und-jeden-tag-schön-üben-game. vielmehr ist auf der kartusche eine spielsammlung mit herausforderungen gesichert, die die grauen zellen teilweise schon lange vor der erfindung der glühbirne auf trapp gehalten haben und die hirne der menschheit auch heute noch fordern. über das startmenü (, dass ihr übrigens mal eine zeitlang stehen lassen solltet – ist lustig ;) dürft ihr euch eine der sechs angebotenen knobeleien entscheiden. zur auswahl stehen das (vielleicht älteste) strategiespiel go, die zahlenrätselei sudoku, die steinchen-lookalike-suche mahjong, das hierzulande als mastermind bekannte mind jam, die kreuzsummenherausforderung kakuro und die reihenfindung switch & swap. fast immer mit dabei: der gelernte namensgeber. wird das gesicht des professors , der bestimmt nicht nur zufällig aussieht wie einstein, zu beginn oder mitten im spiel eingeblendet, kann es mit dem touchpen angetippt werden. dann erscheint der bärtige zeitgenosse mit laborkittel und erklärt euch die spielregeln der zockerei, in der ihr euch gerade befindet, die steuerung und was sonst noch interessant ist / sein könnte. da euch das gros der games bekannt sein dürfte, werdet ihr die spielregeln nicht so oft aufrufen. auch die steuerung, die per touchpen direkt oder über die texterkennung der nds erfolgt, ist einfach gehalten, wenngleich leider hin und wieder unpräzise. aber schauen wir uns einfach die teile an, aus dem der etwas andere logik-trainer zusammengesetzt ist: go wird mit dem touchpen gespielt. mit ihm setzt ihr eure steine auf bestimmte punkte, bis ihr, im bestfall, die ki so eingekesselt habt, dass sie keine steine mehr setzen kann, oder ihr euch über geschicktes platzieren eurer weißen oder schwarzen kreise das größere, zusammenhängende territorium sichern könnt. bei sudoku kommt die texterkennung ins spiel: während im obenen monitor das auszufüllende zahlengitter angezeigt wird, überträgt der stylus die im unteren teil eingetrage zahl in das markierte feld des gitters. das klappt ganz gut, auch denn die zahl das ein oder andere mal vielleicht wiederholt geschrieben werden muss. der schwierigkeitsgrad der rätsel ist trotz der auswahl zwischen 3 stufen nie sonderlich schwer. das gilt auch für andere mini-games. aber es wird seine zeit dauern, bis jedes der zahlreichen sudoki (?) erfolgreich gelöst wurden. mahjong macht am meisten spass, leidet aber etwas unter der eingeschränkten ansicht, die durch die kleinen displays hervorgerufen wird. allerdigs gibt es eine zoom-funktion, und damit solltet ihr in der lage sein, zwei gleiche steine auszuspüren und sie mit dem touchpen zu markieren, damit sie verschwinden. mind jam ist code-knacken, das das hirn wirklich in wallung versetzt. verschiedene kombinationen zusammengesetzt aus 6 farben werden vom spieler gesetzt und die konsole sagt, welche farben stimmt und ob sie am richtigen ort sind. wieder verrichtet ihr hier mit dem stylus die arbeit, indem ihr die farben markiert und an die hoffentlich richtige position führt. kakuro wird mathe-fans spaß machen. wie beim sudoku müssen zahlen eingetragen werden, die die in der horizontalen sowie in der vertikalen ergebnisse einer addition entsprechen. nicht nur die grundidee entspricht der von sudoku – es wurde ebenfalls zahlreiche kakuro-rätsel in die kartusche gespeichert. last not least wäre da noch switch and swap. hier müssen reihen so verschoben werden, dass drei gleiche symbole beieinander stehen, die sich dann in luft auflösen und das punktekonto wachsen lassen. leider arbeitet die touchpen-steuerung, mit der die reihen verschoben werden, nicht immer präzise, sodass manchmal mehrere versuche von nöten sind, um die richtige linie zu erwischen. die hälfte der spiele, die ihr normalerweise gegen die cpu zockt, haben auch eine multiplayer-variante. in go, mahjong und mind jam dürft ihr euch mit euren kumpels messen, die die rolle der cpu übernehmen und eure hirne gegeneinander antreten lassen – vorausgesetzt, sie haben auch eine nds und das „spiel“ in der konsole. wer einen gehirtrainer sucht, wird mit „professor brainmaniac“ also nicht unbedingt fündig. vielmehr ist es eine spielsammlung, die unterwegs die rätselheftchen ersetzen kann. wie angesprochen hackt es hier und da, aber fans von zahlen- und strategie-kniffeleien sollte das nicht abschrecken. sie werden, soweit möglich, durch die zahlreichen varianten eine ganze weile auf trapp gehalten. ihren darf das modul, deren inhalt manchmal eine liebevollere präsentation verdient hätte, die 30 euro wert sein.
noch ein paar extra-infos gefällig? http://www.kochmedia.de/haendler/shop/public/ECD633004.jsf
|
|
|