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PIKMIN (NEW PLAY CONTROL) |
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wer kennt das nicht: da fliegt man so in seinem kleinen raumschiff durch die gegend und plötzlich knallt einem ein meteor an die hülle. überall schaden, die systeme spielen verrückt und man ist gezwungen, auf dem nächsten planten notzulanden. dieses mal hat es captain olimario erwischt. glücklicherweise findet er nahe seiner absturzstelle kleine wesen, die ihm helfen, ersatzteile für sein flugobjekt zu sammeln. die kleine geschichte kursiert schon seit 2003 durch die gamer-welt. es ist die geschichte von „pikmin“, einem intelligenten strategiespiel, dass etwas ungewöhnliche wege beschritt und viel vernügen bereitete. und genau diese geschichte wird jetzt von nintendo neu erzählt. oder besser gesagt: es ist die alte geschichte, aber die möglichkeiten, sie zu erleben, haben sich geändert. denn was zuvor mit dem gamecube-controller verrichtet werden musste, wird in der 1:1-wii-übersetzung zur aus-dem-handgelenk-steuerung. olimario, ein kleiner, knuffiger kerl strandet also auf einem planeten. er muss schaunen, dass er seine delfin in den nächsten 30 tagen wieder flugtauglich bekommt, weil ihn das gift in der atmosphäre sonst leider umhauen wird. aber wie findet man auf in einer fremden welt, in der ein grashalm so groß wie ein haus ist und käfer so groß wie elefanten, benötigtes material? wie sollen die riesigen teile zum schiff geschafft werden? und wie erwert man sich den gefräßigen tieren? alleine gar nicht. doch olimario wird schnell auf kleine, lemmingeartigen pflanzenwesen aufmerksam, die im boden wachsen und von ihm gepflügt werden können. die laufenden stöckchen sind ihm wohlgesonnen und helfen ihm bei der reparatur, in dem sie immer tun, was er sagt. von den niedlichen viechern gibt es drei arten, die ich in ihren fährigkeiten unterscheiden: die roten sind feuerresistend, die gelben können mit bomben umgehen und die blauen sind wasserfest. diese spezialeigenschaften müsst ihr nutzten, um versperrte wege freizuräumen oder böse kreaturen zu beseitigen, indem ihr die pikmin auf das hinterniss werft. die hauen drauf ein und beseitigen es. je größer die zahl eurer armee ist, desto schneller wird gerackert. getötete tiere oder auch gefällte bäume hinterlassen kleine puks, die in die „brutzwiebel“ der pikmin getragen werden können, um neue gefolgschaft (max. 100 stück) heranzuzüchten. dabei muss eine angezeigte anzahl von pikmin beim tragen helfen, sonst tut sich nichts. auch hier gilt: je mehr, desto schneller. allerdings bedeuten mehr pflänzchen unterwegs zur, direkt neben der verunglückten rakete liegenden zwiebel auch weniger chancen, in der landschaft mehr erkunden zu können. schließlich fehlen die ja beim wegschaffen der hindernisse und olimadio kommt nur mit kleinen tierchen zurecht. und so gilt es abzuwägen, ob es sinn macht, eine teil seinen trupps wegzuschicken, oder doch lieber weiterzuziehen, denn die zeit drängt. ihr könnt nur vorankommen, wenn die sonne scheint, weil nachts die fiesen oberkrabbler aus ihren verstecken hervor kriechen und alles fressen, was nicht unter der rakete/zwiebel schutz sucht. eine tag dauert im spiel rund 20 minuten, 30 tage habt ihr. folglich müsst ihr die 30 einzelteile binnen 10 spielstunden zusammenhaben, um ein happy end zu erleben. da das mit großen verlusten natürlich schwerer bis unmöglich wird, müsst ihr schon schauen, dass ihr euer pikminis immer in sicherheit bringt und käfer beispielsweise von hinten angreifen lässt, damit die keine wesen fessen. die zahlreichen strategischen möglichkeiten sind es, die das spiel zu einem wesentlich anspruchsvollen game macht, als es die niedliche grafik vermuten lässt. ein großer kritikpunkt war in der ursprünglichen version das speichersystem. wer den ein oder anderen tag versaut hat, weil er zum beispiel viele kumpels verloren oder nichts gefunden hat, trotzdem sicherte, um dann doch nur festzustellen, dass das nichts mehr werden kann, hat in die röhre geschaut. jetzt ist es möglich, einzelne tage zu wiederholen, wenn sie nicht so dolle liefen. das nimmt dem ganzen etwas den reiz, aber erstens zwingt einen ja niemand, einen sonnenlauf noch einmal durchzugehen, und zweitens kann’s ja schon mal passieren, dass es 10 meter vor dem schützenden gelände dunkel wird. und deswegen alles reskieren? naja, muss jeder selbst wissen. die grundlegenste änderung ist aber - klar – die steuerung. es macht durchaus sinn, „pikmin“ für die wii noch einmal herauszubringen. das analogstick-efriemel mit dem zusammenrufen der pikmins, sie aufzuteilen und zu werfen ist schnee von gestern. es ist ganz einfach: der nunchuck steuert olimario und die wiimote die pikmin. zumindest so grundsätzlich. das erlaubt genaueres werfen und insgesamt einfache kontrolle, die das aufteilen der verschiedenen farbgruppen um einiges leichter macht. alleine die steuerung, die wie die faust aufs auge passt, rechtfertigt diesen re-release. bei grafik und sound hat sich dagegen nicht viel getan. musste aber auch nicht. der detaillevel der 3d-welt war schon bei dem gamecube durchaus ansprechend. die drei zoomlevel machen sinn und alles so deutlich anzeigen, wie es gerade nötig ist. selbst mit massen von pikmin auf dem schirm läuft alles ganz sauber. das ein oder andere modell könnte schöner aussehen, aber liebenswürdig sind sogar die fieslinge animiert. besondern wenn der tag zur neige geht, wirken die szenarien sogar romantisch. den ein oder anderen clippingfehler kann man da ruhig verzeihen. die atmosphäre stimmt einfach. die musik tut da ihr übriges, weil es einfach schön vor sich hinplätschert und alles andere als aufdringlich ist. eben so fantasy-mittelalter-pop-musik. gesprochen wird nicht, nur die pikminis geben töne von sich, die auf ihren gemütszustand wiedergeben. mehr braucht das spiel auch nicht. wie gesagt: die umsetzung von „pikmin“ hat sich schon alleine wegen der schlicht und einfach passenden und logischen steuerung gelohnt. selbst gamer, die die süßen pflanzen schon auf dem gamecube rumlaufen ließen und jetzt eine wii besitzen, sollten sich die teilchensuche mit den bewegungssensitiven controllern noch einmal geben. und sie werden mir beipflichten. 10 bis 12 stunden spielzeit ist nicht sonderlich viel und der challenge-modus, in dem man möglichst viele pikmin an einem tag sprießen lassen muss, reißt auch nicht sooo viel raus. dennoch war „pikmin“ allein wegen dem gameplay einen kauf wert – und das gilt heute auch noch/wieder.
farbenfroh wie das game : die website zum spiel |
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