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LOST: VIA DOMUS |
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eben noch im flugzeug, jetzt schon mit anmesie auf einer insel, die irgenwie anders ist. naja, dann erstmal ein paar tage in der südsee chillen. hilfe ist bestimmt schon unterwegs. oder...? nein, so leicht ist es wahrlich nicht. denn als überlebender von ocianic flug 815 muss man auf wirklich alle eventualitäten gewappnet sein. fans der mysterie-serie „lost“ wissen das und alle nicht-losties, die sich in die haut eines gestrandeten trauen, werden es bald wissen. aber der reihe nach - und die startet mit der vorgeschichte: ein flugzeug stürzt zwischen sydney und l.a. ab. nur 47 leute überleben die katastrophe und warten auf ihre rettung. in der zwischenzeit entdecken sie die teilweise abstrusen geheinmisse des eilands, auf der sie gestrandet sind, und müssen sich gegen eine gruppe wehren, die schon vor ihrem absturz auf der inseln war. dass euer charakter dann auch noch kurz nach dem unglück an anmesie leidet, macht die sache nicht leichter. schließlich kann man nicht nach hause kommen, wenn man nicht weiß, wo das ist. als ihr nach dem ersten dramatischen moment des spiels im dschungel zu euch kommt, müsst ihr also erst einmal eure identität klären. dabei kommen die flashbacks gelegen, die immer wieder hervorgerufen werden. schell bekommt der „held“ mit, dass er elliott heißt und foto-journalist ist, und mit fragwürdigen methoden arbeitet. seine arbeitsweise wird ihm auf der insel zum verhängnis, denn auch die anderen bekommen mit, dass eure weste alles andere als weiß ist, und selbst vermeintliche freunde stellen sich euch auf der suche nach einer möglichkeit, den heimweg anzutreten, entgegen. eure mitstreiter sind die hauptcharaktere der serie. das ist gut so, denn elliott ist eine eigenständige person, die ihre eigene geschichte erlebt. von kate, jack, sawyer und wie sie alle heißen, würden zumindest serienfreaks zu viel wissen. die story wäre damit einfach zu vorhersehbar. definitiv gelungen ist der offensichtliche versuch, die stimmung der serie und die charakter der protagonisten einzufangen. dazu trägt unter anderem die tatsache bei, dass die original-synchron-sprecher verpflichtet wurden. aber auch das wiedersehen mit beeindruckend in szenen gesetzten orten wie die swan-station, den absonderlichkeiten der insel wie dem schwarzen rauch oder die mystischen sounds kreieren eine atmosphäre, die der der serie tatsächlich in nichts nachsteht. richtig fett ist die idee, die jeweils rund 30 bis 60 minuten lange spielabschnitte in episoden einzuteilen. dementsprechend gibt es nach jedem abschnitt eine „bisher bei lost“-zusammenfassung und spielbare mini-intro-sequenz, bis mit dem lost-schriftzug die nächste runde eingeleitet wird. auch die obligatorischen flashbacks sind gut in szene gesetzt worden. hier muss der spieler ein bestimmtes bild mit seinem foto machen, um die komplette erinnerungssequenz zu sehen und die puzzleteilchen im kopf wieder richtig geordnet zu bekommen. im normaler spielverlauf dient die kamera, die als erstes missionsziel überhaupt erstmal gefunden werden muss, eigentlich nur dazu, coole locations und besondere items zu knipsen. damit schaltet man durchaus sehensweite konzept-zeichnungen frei, die als boni über das startmenü aufgerufen werden können. der umgang mit dem foto macht aber nur einen geringen teil des spiels aus. als vorzeige-adventure geht es hauptsächlich darum, durch frage-und-antwort-dialoge (sie sind es, die auch nicht-lostler in das spiel kommen lassen), renn-einlagen, logik-tests und manchmal (sehr selten) dem einsatz von schusswaffen, ein quest nach dem anderen zu lösen. welche aufgaben das sind, erfährt man durch die teilweise vorbildlich animierten figuren oder hinweise, die darauf warten, gefunden zu werden. so geht es schritt für schritt durch grafisch ansprechende dschungellandschaften, basen und höhlen, deren darstellung durch schöne lichteffekte und brilliante texturen überaus gelungen sind. das mancherorts abgefeuerte grafik-festival hat seinen preis: ladezeiten gibt’s in hülle und fülle. nur ein grund, sich als pcler und konsolero eher für die spielbox-version zu entscheiden - auch wenn sie dann die zitate aus der serie seltener oder kürzer zu sehen bekommen. für eingefleischte fans sind die immer eine herausforderung, weil sie sich sofort fragen, an welcher stelle das gesagt wurde. für die einen schön, für die anderen eins der dinge, denen sie nichts abgewinnen können. wer die tv-serie nicht kennt, verpasst viele kleinigkeiten und wird nicht so viel spaß haben. spieler aus beiden lagern wird der sehr lineare verlauf von story und wegen, sowie die zwar ganz netten, aber manchmal aufgezwungenen relais-rätseln und intelligenztests eher unangenehm aufstoßen. das größte ärgernis ist allerdings die spielzeit. erfahrene zocker, die sich nicht die teilweise atemberaubende landschaft minutenlang anschauen wollen, werden an einem wochenende intro und abspann zu sehen bekommen. wobei das ende so lost-typisch verschroben ist, dass es so manche defizite wieder wett macht. „lost: via domus“ ist ein spiel, aus dessen facettenreichen hintergrundgeschichte mehr hätte gewonnen werden können. dennoch hat es in erster linie für lost-fans seinen reiz, mit den leuten auf der insel interagieren zu können. und auch wenn die staffeln eins bis zwei in lichtgeschwindigkeit abgespult wird, findet man doch alle wichtigen gegebenheiten wieder. daher dürfen fans und solche, die es werden wollen, sich auf mehr freuen, als einen zeitvertreib zwischen den folgen. weitere infos gibt’s auf http://www.ubi.com/DE/ und http://lostgame.de.ubi.com |
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