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LITTLEBIGPLANET |
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in der gaming-brache gehört klappern zum geschäft. vor allem im november werfen die hersteller von video- und computerspielen gerne mit superlativen um sich. jeder bewirbt den verkaufsstart ihrer (nach eigenen angaben) allerbesten titel, die das ideale weihnachtsgeschenk sein sollen. dieses jahr macht die videospiel-sparte von sony besonders viel wirbel. sie kündigte ihre neuste veröffentlichung als „kreativerlebnis des jahres“ an, die die ära des „gaming 3.0“ einläutet. im gegensatz zu manch anderen vertrieben lässt sony computer entertainment in „littlebigplanet“ für die playstation 3 den großen worten allerdings auch ein pixel-vergnügen folgen, dessen konzept tatsächlich neue maßstäbe setzt. das spielprinzip von sonys geniestreich ist dem 2d-jump’n’run-genre entnommen und klingt wenig revolutionär: der vom spieler gesteuerte sackboy, eine liebevoll animierte jute-puppe, muss durch schrullig-skurrile landschaften laufen, klettern und hüpfen, um bestimmte zielpunkt und damit den nächsten abschnitt zu erreichen. auf dem weg dorthin tauchen immer wieder kleine hindernisse und gewollt ungruselige gegner auf, die alleine durch schnelles reaktionsvermögen oder logisches denken überwunden werden. rund 50 für ein bis vier spieler konzipierte level dieser art sind auf der spiele-disc bereits enthalten. letztendlich dienen diese vorgefertigten szenarien aber nur als trainingsmissionen und inspiration für das, was das sogenannte „gaming 3.0“ ausmachen wird. mit „littlebigplanet“ geben die entwickler den spieler ein unglaublich kreatives und die kreativität förderndes werkzeug in die hand, das komplette welt erschaffen kann. ein umfangreiche und intuitiv zu bedienendes baukastensystem, das geometrische formen in allen farben und aus den verschiedensten materialien auf den bildschirm zaubert, erlaubt den vormals passiven konsumenten, ihre eigenen spielideen mit wenig aufwand zu verwirklichen. so kann er einen tarzan-abschnitt mit vielen lianen, eine rennsequenz mit aus holz- und pappelementen zusammengeschusterten seifenkisten oder sich selbst über eine ps3-kamera als bösewicht einbauen. alle beim verwendeten materialien und teile verhalten sich dabei physikalisch korrekt. zum überqueren von wasserstellen helfen boote aus kork, die gravitation reißt schwere steine an einem gefälle nach unten und brücken halten nur, wenn sie statisch einwandfrei errichtet sind. innerhalb des „kleinen, großen planten“ scheinen die möglichkeiten schier unbegrenzt zu sein und amateur-entwickler werden ihr spiel immer wieder neu erfinden. gehen ihn aber doch einmal die einfälle aus oder er kreiert ein besonders gelungenes level, kann der spieler das zweite große funktion nutzen, das „littlebigplanet“ einzigartig macht: die eigenkreationen können online auf die großrechner des entwicklerstudios media molecule, das sackboy ins virtuellen leben gerufen hab, hoch- und auch heruntergeladen werden. dadurch wird jedes bereitgestellte für alle besitzer des spiels weltweit zugänglich und editierbar. die alleine oder im verbund mit anderen ausprobierten level können in den favoriten gespeichert und mit herzchen bewertet werden. die beliebtheit eines generierten inhalts zeigt der community, ob sich der download lohnt oder nicht. eingetragene schlagworte helfen einsteigern und viel-zockern dabei, spielvarianten nach ihrem geschmack zu finden. es ist sehr schade, dass sackboy und seine freunde lediglich auf der playstation 3 herumwuseln dürfen. sony computer entertainment hat den etwa 65 euro teuren titel letzte woche exklusiv für ihre konsole in den handel gebracht. ursprünglich sollte „littlebigplanet“ schon ende oktober auf den markt kommen. wenige tage vor der geplanten veröffentlichung wurde das unternehmen allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass ein, als hintergrundmusik eingesetztes lied koranverse enthält. weil sich muslime daran stören könnten, wurde die bis dato gepressten spiele zurückgeholt und eingestampft. in den neuen verkaufsversionen ist der song nicht mehr enthalten. hoffentlich bleibt das eine randnotiz in der schönen, neuen „gaming 3.0“-welt.
so, bis hier hin war das der test, der so auch in der "berliner zeitung" steht. in dem artikel hab ich absichtlich die negativen sachen etwas außen vor gelassen, weil sie meiner meinung nach nicht relevant genug waren, um angesprochen zu werden. das ist in dem review hier ein wenig anders, denn die meisten von euch werden sich im gaming-bereich auskennen und deswegen sollt ihr auch die mankos kennen. ich halte mich kurz, denn das spielvergnügen bremsen diese kleinigkeiten kaum. die steuerung ist etwas schwammig und unpräzise. theoretisch ist das jump'n'run eigentlich 2d, sackboy und co. können aber in der 2d-welt auf 3 ebenen laufen, auf ihrer "laufbahn" also ein stück nach vorn und ein stück nach hinten gehen. und dieser wechsel ist derzeig nicht einfach zu vollziehen. die entwickler kündigten aber schon einen patch an, der das problem lösen soll. desweiteren werden die server gerade noch nicht mit dem ansturm fertig, der auf sie einprasselt. auch das wird sich sicher legen und die user selbst tragen ihre mitschuld an verbindungsproblemen. ein paar deppen meinen nämlich gerade, gute levels herunter- und unter ihrem namen wieder hochladen zu müssen. das wird sich hoffentlich auch bald legen. zuletzt sei natürlich nicht unerwähnt gelassen, dass es viel, viel übung und zeit in anspruch nimmt, ein schönes level zu erstellen. die tools bieten alles, was man dazu braucht, aber gemacht werden muss es dennoch erst einmal. und wir sind ja alle keine kojimas, oder? wie auch immer: lbp rock! und zwar gewaltig! kreative werden sich nicht lösen können und im alltag auf szenen achten, die sie im spiel verwursteln. sony hat keinesfalls zu viel versprochen! und die seite rockt auch: www.littlebigplanet.com
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