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HEAVY RAIN |
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Mein Versuch, "Heavy Rain" über die Berliner Zeitung auch für Ältere schmackhaftzu machen. Hoffentlich hat's geklappt, denn wirklich jeder sollte es gespielt haben... "Ein Serienmörder hat acht Jungen umgebracht. Immer entführt er die Kinder, lässt sie ertrinken und hinterlässt bei der Leiche eine Origamifigur. Die Polizei will den Täter mit Hilfe des FBI-Profilers Norman Jayden dingfest machen. Privatdetektiv Scott Shelby fahndet im Auftrag der Familien der getöteten Kinder nach ihm. Allen voran jagt aber Ethan Mars den sogenannten Origami-Killer, denn sein Sohn droht das neunte Opfer zu werden. Unerwartete Hilfe bekommt er von der Fotografin Madison Paige, die immer tiefer in den Fall verwickelt wird. Was sich liest wie ein Thriller, ist die Geschichte hinter dem letzte Woche erschienenen PlayStation3-Videospiel "Heavy Rain". In letzter Zeit wurde kaum ein Titel mit so großer Spannung erwartet. Sein Konzept gilt in vielerlei Hinsicht als neuartig und richtungweisend. Sogar die grundlegendsten Mechanismen eines Spiels bricht das Entwicklerstudio Quantic Dream. Reagiert ein Spieler falsch oder zu langsam, gibt es für ihn normalerweise kein Weiterkommen. Doch hier geht die Geschichte weiter, die Aktionen des Spielers verändern leidlich den Handlungsstrang. Selbst wenn alle vier Charakter sterben, wird sie zu Ende erzählt. Allerdings schwindet mit dem Tod eines Protagonisten die Hoffnung auf ein Happy End. Eine Figur umkommen zu lassen, wird der Spieler ohnehin vermeiden wollen. Die Programmierer schaffen es, eine Bindung zwischen ihm und den Hauptfiguren herzustellen. Die Suche nach dem Origami-Killer wird mit rasanten Kamerafahrten und Filmausschnitten geradezu kinoreif dargeboten. "Heavy Rain" richtet sich schon aufgrund der ernsten Thematik an eher erwachsene Spieler. Freigegeben wurde es ab 16 Jahren." So, und nun für uns Gamer noch ein paar Extra-Ausführungen. Ich bin so frei und zitier meinen alten GIGA-Kollegen keth, denn besser kann man es nicht schreiben! "Die vier Hauptfiguren, die man in Heavy Rain steuern darf, laufen mit heruntergedrücktem R2-Button, mit dem linken Analogstick gibt man die Richtung vor. Durch das Ausführen eingeblendeter Button-Aktionen, Analogstick- und Sixaxis-Bewegungs-Gesten kann man in die Geschehnisse eingreifen, dabei wird der gesamte Controller ausgereizt. Möchte man beispielsweise eine Tür öffnen, drückt man meist den rechten Analogstick nach oben. Wenn man die selbe Tür öffnen muss, ohne dabei den geringsten Lärm zu machen, führt man die selbe Geste sehr langsam aus - gestrichelte Linien zeigen dann an, dass behutsam vorgegangen werden soll. Besonders komplizierte Aktionen bestehen auch schon mal daraus, dass man nacheinander mehrere Buttons gedrückt halten und auf einen weiteren einhämmern muss. (...) Hin und wieder kommt auch waschechte Action ins Spiel, die aber auf die selben Eingabemanöver setzt - mit dem Unterschied, dass der Spieler schnell reagieren muss. Das Kernstück der Interaktion sind jedoch die Scheidewege, an die die Charaktere hin und wieder gelangen - hier hält das Spiel in der Regel kurz inne und lässt den Spieler entscheiden, wie es weitergeht. (...) Hier kommen dann allerdings die größten Schwächen zum Tragen: Scheitert man beispielsweise in einer Szene bei dem Versuch, einen der Charaktere absichtlich am Weiterleben zu hindern, weil das in der Story nicht als Verzweigung vorgesehen ist, oder ändert sich der Story-Verlauf kein Stück, wenn man in einer Actionsequenz untätig vor dem Bildschirm sitzt, statt brav die Button-Einblendungen zu befolgen, macht sich erst mal Enttäuschung ob der Täuschung des Spielers breit. (...) Im ersten Durchgang ist Heavy Rain ein verdammt spannender, acht Stunden langer Psycho-Thriller, der langsam anfängt, sich jedoch ab dem Ende des ersten Drittels in ungeahnte Höhen katapultiert und den Spieler in ein Wechselbad der Gefühle versetzt, wie man es in der Videospielwelt sehr selten erlebt. Grafik, Musik und Atmosphäre sind absolut großartig und tragen viel zur Spannung bei. Ein zweiter Durchgang offenbart entlarvende Einblicke in Videospielkonventionen, die Psyche der Spieler und wie Game-Entwickler damit umgehen oder gar spielen können. Es macht Spaß, die Grenzen des Spiels auszuloten und alternative Story-Zweige zu entdecken, zerstört aber ein wenig die Faszination des ersten Durchspielens. Vergleichbare Spiele gibt es auf den aktuellen Konsolen keine, weder in Sachen Dramaturgie noch Thematik wird man irgendwo etwas auch nur ansatzweise ähnliches finden können. Jeder Spieler, der nicht gerade ausschließlich auf Baller-Action steht, sollte diesen Thriller erlebt haben. Ein Videospiel im herkömmlichen Sinne ist Heavy Rain in der Tat nicht, ein Pflichtspiel für jeden PS3-Besitzer aber allemal." Und damit trifft der keth mal wieder den Nagel auf den Kopf! Seinen kompletten, lesenswerten Review findet ihr auf http://www.giga.de Alles über Heavy Rain gibt's auf www.heavyrainps3.com |
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