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KILLZONE 3 |
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Ich habe mich selten so intensiv auf ein Spiel vorbereitet wie auf „Killzone 3“. Noch einmal Teil 2 durchgezockt, um mir noch einmal die Story und das Gameplay einzuverleiben. Und deswegen kann ich auch ruhigen Gewissens sagen, dass die Reihe einen großen Schritt nach vorne gemacht hat – und einer der besten Shooter überhaupt ist. Mal das (sehr geil gemachte) Tutorial außen vor gelassen, beginnt die Story genau da, wo wir stehen geblieben sind: Die Hauptcharaktere Sev(chenko) und Rico sowie der Rest der ISA-Truppen, die die Erde vor den nazigleichen Helghast beschützen wollen, sind im Palast des Anführers der Bösen, den Rico in einem Anfall von Aggressivität um die Ecke gebracht hat. Und jetzt? Ziel gescheitert, weil der Obermotz eigentlich als Druckmittel hätte gefangen genommen werden sollen, und überall die Feinde. Der Befehl lautet Notevakuierung, aber Rico will lieber richtig aufräumen, damit die Higs die Erde in Ruhe lassen. Sein etwas defensiver, um die Mannschaft besorgte Captain setzt eigentlich den Abmarsch-Befehl durch, doch die Geschichte zwingt die ISA-Soldaten doch zum Handeln. Die neue Regierung will ihnen den Garaus machen und jagt sie. Dabei helfen den Higs die modernen Waffen, die von der Firma des Industriellen Stahl entwickelt wurden. Mit ihnen will der Unternehmer selbst an die Macht kommen und die neue Regentschaft ablösen. Davon kriegt die ISA nichts mit, denn in den Monaten des Machtkampfes leben sie versprengt auf dem fremden Planeten und versuchen, zu überleben – bis sie entdeckt werden und notgedrungen wieder an Flucht denken müssen. Das klappt glücklicherweise wieder nicht so einfach, denn während ihrer Odyssee stoßen sie auf Stahls perfide Pläne, die nicht nur die Regierung Helghans betreffen. Und auf einmal haben Sev und Rico (und sogar ihr Captain) eine neue Priorität... Die Story klingt nach Hollywood, die Inszenierung ist es! Klar werden Klischees bedient und nicht immer ist das, was da auf dem faschistoiden Planeten abgeht, total logisch. Macht aber gar nichts. Wie das präsentiert wird, hat man noch nicht gesehen. Stundelange Cutscenes in feinster Rendergrafik. Denkt man. Tatsächlich ist es Spielgrafik. Und sie ist teilweise atemberaubend. In Sachen Licht- und Explosionseffekte ist „Killzone 3“ absolute Spitze. Überall knallt und kracht es; die aufgestaubte und verbrannte Erde kann man praktisch riechen. Wer einen 3D-Fernseher sein Eigen nennt, ist sogar mitten im Kriegstreiben. Und dann noch mit einem Move-Gewehr - da machen die Schlauchartigen Wege, die die Helden durchlaufen müssen, nicht wirklich viel aus. Das wird von der Interaktivität allemal wett gemacht. Selbst Spieler, die keine Extras haben und einfach nur so vom Krieg flüchten wollen, werden mit offenem Mund über die Oberfläche rennen. Überall gibts was zu sehen, überall Möglichkeiten, eine brenzlige Situation zu entschäfen oder den Gegner in den Hinterhalt zu locken. Für den Sound gilt das gleiche wie für die Grafik: Bombastisch. Im Dolby Surround poltet alles, was auch nur in der Nähe der Anlage steht. Alles klingt wuchtig und die orchestrale Mukke dazu macht das Teiben fast schon episch. Leider kann die deutsche Synchro nicht mit der Dynamik der Soundeffekte mithalten. Auch bekommt man während der Schießereien kaum mit, was eigentlich gelabert wird. Aber ale wichtigen Infos gibt's eh in Cutscenes zu erfahren. Dem einzig echte Kritikpunkt, der beim Vorgänger Unbehagen auslöste, hat sich Guerrilla Games angenommen: Die Trägheit der Waffen, die irgendwie verdammt spät auf die Steuerung reagierte, ist weitgehend abgestellt worden. Weitgehend – nicht komplett. Eine leichte Verzögerung gibt’s immer noch, aber die ist kaum der Rede wert und außerdem wohl als Mittel anzusehen, die Schwere der Wummen zu simulieren. Es ist nur fatal, wenn man direkt nach der „Killzone 3“- Runde ein „Call Of Duty“-Teil oder andersrum einlegt. Da wird so was in Form von verminderter Laufgeschwindigkeit umgesetzt. Der Mini-Lag lässt sich jedoch auch komplett umgehen, wenn ihr Move-Controller und am besten noch dem Machine Gun-Aufsatz benutzt. Zielen, feuern. Mit einem großen Flat ist das ein Erlebnis. Da ziehts euch mal richtig ins Spiel. Das gilt natürlich und insbesondere auch für den 3D-Modus. Leider stehen mir die technischen Möglichkeiten nicht zur Verfügung. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass in der Räumlichkeit die Fetzen nur so (umher)fliegen. Verbessert wurde auch der Mehrspieler-Bereich. Wer allein ist, aber gerne Gruppe gegen Gruppe losziehen will, begibt sich in die Botzone mit KI-Kämpfern. Zwei Couch-Soldaten dürfen die ganze Kampagne zusammen im Splitscreen durchleben. Dass das möglich ist, merkt man übrigens schon beim Solo-Zocken – Sev läuft praktisch immer mit Partner durch die Gegend. Im regulären Multiplayer stehen neben den üblichen Team-Deathmatches Einsatz-Missionen zur Auswahl, bei dem ein Team ein Ziel verfolgt und das andere sie logischerweise daran hindern sollen. Die meiste (und längste) Action bietet der Kriegsgebiet-Modus. 20, 30 Minuten lang kämpft ihr auf großen Maps, in denen sich die Aufgaben immer ändern. Mal muss was in die Luft gejagt werden, mal ein Gebiet gesichert, mal Kopfgeldjäger sein, usw. Langeweile Fehlanzeige. Wobei ich persönlich die Sniper mit ihrer Fähigkeit, unsichtbar in einer Ecke zu hocken, und die Infiltrierer, die, werden sich nicht ins Visier genommen, die Gestalt der Gegner über die Maps huschen, für overpowerd halte. Doch es gilt wie immer: Schere, Stein, Papier. Es gibt immer eine Antwort auf die Perks. Außerdem wären ein paar weitere Modi und Maps schön gewesen, aber die kommen per DLC.
Fazit: Es ist ein Action-Feuerwerk, dass "Killzone 3" abfeuert. Kaum eine Länge in dem Storytelling, es wird immer was geboten. Die Geschichte an sich lässt keine Logikfragen offen, reist aber mit und könnte jedem Blockbuster Konkurrentz machen. Immer wieder gibt es magische Momente. Sevs Weg durch Helghast ist sehr einfach vorgezeichnet, ein wenig kurz (wobei man eigentlich nur lieber noch mehr Zeit mit der gestrandeten Truppe verbringen will) und eigentlich auch recht einfach zu meistern. Ammo gibts an jeder Ecke und erholen kann man sich hinter jeder Mauer. Allerdings finden sich auch frustrierende Ecken auf dem Planeten. Da lässt sich etwas am Balancing der Kämpfe bemäkeln. Das tut dem Spaß keinen Abbruch. Wer gern ballert, kommt an dem Spiel nicht vorbei. Genauso Grafikfetischisten und Storyfreunde. Fantastische Szenarien und epische Auseinandersetzungen gegen die Weltraum-Nazis. Und dann noch Multiplayer-/Splitscreen-Vergnügen. Dazu für jeden, ders hat, 3D- und Move-Unterstützung. PS3-Besitzer: Kaufen - der Titel ist die Referenz. |
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