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DJ HERO 2 |
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Scratchfans und Beatmaniafreaks, es geht wieder los! „DJ Hero“ startet in die zweite Runde. Änderungen zum ersten Teil gibt es kaum. Warum auch? Der Mix-Spass war ja auch rundum gelungen. Nur das Wichtigste wurde natürlich runderneuert. „DJ Hero 2“ ist ausschließlich mit dem bekannten Turntable-Controller spielbar. Wer schon einen hat, kann den nehmen. Ansonsten gibt’s die nächste Auflage auch im Bundle mit einem (wie es den Anschein hat) leicht robusteren Gerät. Falls ihr die Steuereinhat noch nicht gesehen haben solltet: Es besteht aus einem Plattenspieler und einem stilisierten Mixer. Auf Letztem sind ein Crossfader, eine Euphorietaste und ein Drehregler angebracht. Außerdem ist ein Steuerkreuz inklusive Tasten im Controller enthalten, die jedoch nur der Navigation dienen und mittels Klappe versteckt werden. Auf dem Plattenteller selbst sind noch 3 Farbtasten zu finden. , die den Tonspuren im Spiel nachempfunden sind. Die bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 100 Euro ist das Paket nicht wirklich billig, dafür – Achtung! – liegt ihm aber auch Teil 1 bei. Das ist doch schon wieder ordentlich. Das Spielprinzip ist anfangs etwas kompliziert, lehnt sich jedoch an bereits erschienene Musikspiele an. Es existieren 3 Tonspuren. Die grüne und die blaue sind die jeweiligen Lieder, die vermischt werden und die rote Tonspur in der Mitte ist für die Effekte zuständig. Jedoch fahren nicht wie bei vorherigen Musikspielen einfach nur Symbole runter, die rechtzeitig gedrückt werden müssen, sondern verschiedene Symbole, die verschiedene Aktionen verlangen. Das Kreissymbol markiert ein einfaches Drücken der jeweiligen Tonspurtaste. Bei Doppelpfeilsymbolen muss die Tonspurtaste gedrückt und gescratched werden bis die Symbole vorbei sind. Pfeile markieren, in welche Richtung der Plattenteller bei gedrückter Tonspurtaste zu bewegen ist. Durchsichtige Kreise verlangen Effekte, die durch den Drehregler den Sound der Tonspur verzerren. Wird die Tonspur versetzt, kommt der Crossfader zum Einsatz. Standardmäßig ist dieser in Mittelstellung, damit beide Lieder zu hören sind, jedoch muss ab und zu eins der beiden ausgeblendet werden. Der Fader ist so konstruiert, dass er eine Einrastung in der Mittelposition hat. Somit ist auch bei schnellen Tonspurverschiebungen und ein wenig Übung eine genaue Einstellung möglich. Zu guter Letzt wurden Freestyle-Zonen eingefügt, in denen ihr machen könnt, was ihr wollt. Melodisch sollte es aber schon sein, um Punkte Die Beschreibung erweckt sicher den Anschein, das Handling des Controllers wäre stressig. Ist es auch. Wirklich. Deutlich stressiger als das Anschlagen und Greifen beim Plastikgitarrenspielen. Aber zumindest bekommt ihr beim Tutorial eine gescheite Einführung. Euer Mentor ist dabei niemand geringerer als Hausmarke von den Fantas. Seine DJ-Skills stehen außer Frage. Er erklärt die Handakrobatik, die von euch verlangt wird und sagt euch, wie ihr euch bei den Probegängen geschlagen hat. Wenn ihr meint, es drauf zu haben, könnt ihr euch als Plattenvorspieler in den digitalen Clubs versuchen. Die Tracklist der Songs, die per Mash-Up verwurstelt werden, ist zu umfangreich, um sie hier aufzuführen. Jedenfalls sind über 80 Mixes spielbar, über Downloads kann die Liste noch vergrößert werden. Die Songs stammen von Dancefloor-Spzialisten wie Daft Punk, Armand van Helden, Lady Gaga oder Dr. Dre. Aber mit Metallica und den Yeah, Yeah, Yeahs sind auch Künstler von komplett anderen Baustellen vertreten. Mash-Ups dürfen eben alles. Einen gewissen Hiphop- und Electric-Schwerpunkt ist trotzdem leicht auszumachen. Klar. Natürlich darf zu Beginn nicht die gesamte Tracklist bestaunt, sondern diese muss erst freigespielt werden. Es hängt es von der Leistung des DJs ab, wann ein Mix in die Liste kommt. Dazu müsst ihr Sterne sammeln. Je besser euer Abschneiden hinterm Mischpult, desto mehr Sterne gibt’s und desto eher werdet ihr mit neuem Stuff belohnt. Das sind neben den Mixen DJ-Avatare, Outfits, Club-Grafiken, Kopfhörer und ähnliches. Wenn ihr ganz fett im Geschäft sein, baut ihr euer eigenen Imperium auf und werdet der Obermotz von diversen Discos. Der wesentliche Unterschied zwischen der letztjährigen und der diesjährigen Version ist der umfangreichere Multiplayer/Coop-Part. Ihr könnt natürlich mit zwei Turntables gleichzeitig on- und offline gegeneinander antreten, und zwar gleich in vier Modi, die unterschiedliche Skills verlangen. Dazu darf sich der MC ein Mikro schnappen und mitsingen oder -rappen. Ihr könnt euch mit selbst kreierten Mixes batteln, im Party-Play-Modus in einen nie enden wollenden Feier-Abend begeben, neue Musik aus einem Online-Shop ziehen und so weiter und so fort....! Grafisch ist „DJ Hero 2“ weiterhin sehr comicartig gehalten. Ein Unterschied zu „Guitar Hero“ sind die ständigen Blitzeffekte sowie Farbwechsel, die sich an den Toneffekten der Mixe orientieren. Es ist keine Grafikpracht, jedoch erfüllt sie ihren Zweck. Der Sound ist hingegen genauso, wie er sein muss. Man hört die Musik in einwandfreier Qualität. Dazu lässt euch das Publikum wissen, wie viel Spaß es gerade hat.
Fazit: Was soll ich sagen? Für euch, den potentiellen Freunden elektronischer Musik und Turntableism ist „DJ Hero 2“ ein Pflichtkauf. Lasst euch vom Preis der Bundles nicht abschrecken. Ihr bekommt dafür massig Zeug. Das Spiel garantiert Fun, richtig gute Mukke und verlangt einiges von euch ab, ohne zu brutal zu werden. Vielleicht könnten die Animatoren etwas liebevoller sein, aber wer hat dafür schon beim Abgehen schon ein Auge.
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